collagierte Dia-Visuals: Kunst mit Dias, Projektor und Kamera!

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Dia-Collage durch ein Kaleidoskop projeziert.

Die Idee hinter collagierten Dia-Visuals ist schnell erklärt: Die Dias werden aus ihrem Rahmen herausgelöst, zerschnitten und zu einem neuen Dia im Rahmen zusammengelegt. Die neue Gesamtkomposition wird dann mithilfe eines Diaprojektors an die Wand geworfen und fotografiert. Es entsteht ein collagiertes Dia-Visual.

Diese Dia-Collagen können mit Stiften, Klebstoff und anderen lichtdurchlässigen Materialien bearbeitet werden. Auch die Projektion selbst kann mit verschiedenfarbigen Filtern, Linsen oder Spiegeln verändert werden. Durch die Langzeitbelichtung während der Fotoaufnahme kann die Projektion auch mithilfe eines Laserpointers wie beim Lightpainting manipuliert werden.

Für das Fotografieren eines collagierten Dia-Visuals muss ein dunkler Raum mit möglichst wenig Licht zur Verfügung stehen, da die Werke über die Langzeitbelichtung der Digitalkamera aufgenommen werden – jeder Lichteinfalls neben der Projektion führt zur qualitativen Minderung der Projektionsfotografie. Die Projektionsfläche sollte im besten Fall unstrukturiert, eben und weiß sein. Die Digitalkamera muss über ein Stativ fixiert sein und durch einen Fernauslöser bedient werden.

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Dia-Collage durch ein Kaleidoskop projeziert und mit Bewegungen kombiniert über eine Langzeitbelichtung der Fotoaufnahme.

Für die Arbeit in der Gruppe mit Kindern und Jugendlichen hat es sich als hilfreich erwiesen, die zur Verfügung stehenenden Dias vorzusrotieren. Hierfür eignen sich Sortimentskoffer, die eigentlich für Schrauben und andere Handwerkskleinteile bestimmt sind, oder kleine Kartons/Kisten, die in Kategorien wie „Menschen“, „Gebäude“, „Flora“ und „Fauna“ unterteilt und beschriftet werden.

Für die entstandenen Arbeiten, aber auch besonders für nicht-beendete Werke empfiehlt es sich, dass jede_r Teilnehmer_in über eine eigene kleine Kiste verfügt, in der die Materialien abgelegt werden können.

Mithilfe von Cuttermessern, Bastelscheren und Silhouettenscheren können die gewünschten Teile der Dias ausgeschnitten und mithilfe von Klebefilm in einem leeren Dia-Rahmen neu zusammengefügt werden.

Um den Aspekt der Collagierens noch stärker herauszubilden, können weitere Materialien wie beispielsweise Transparentpapier, Federn, Folien oder auch eigene Zeichnungen mit Folienstiften eingearbeitet werden.

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Dia-Collagen-Projektion durch ein Kaleidoskop mit einer Person als Projektionsfläche vor einer Wand.

Die Projektion des erstellten Dias kann ebenfalls unter Zuhilfenahme von Folien, Linsen und Spiegeln verändert werden. Wer die Möglichkeit hat, kann ein altes Kaleidoskop auseinanderbauen und den dort enthaltenen Prismenspiegel am Dia-Projektor anbringen, um symmetrische Projektionen zu erwirken.

Und wer sich traut, macht sich selbst zur Kunst und arbeitet sich in sein Werk ein, indem er_sie Teil der Projektionsfläche wird. In der Langzeitbelichtung sind so auch Spielereien mit Bewegungen möglich.

Die Werke können abschließend am Computer beispielsweise mit GIMP nachbearbeitet werden.

 

Weiterführende Links:

→ Anbieterwebsite des kostenlosen Programms GIMP „GNU Image Manipulation Program“ http://www.gimp.org/

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