Soziometrische Aufstellung in Anlehnung an Jakob Levy Moreno

Soziometrie ist ein Verfahren der empirischen Sozialforschung. Es wurde 1934 von Jakob L. Moreno entwickelt, um Beziehungen von Gruppenmitgliedern mithilfe von soziometrischen Tests zu erfassen, graphisch darzustellen und auszuwerten.

Die soziometrische Aufstellung ist ein abgewandeltes Verfahren, welches die Gemeinsamkeiten der Mitglieder einer Gruppe themenzentriert aufzeigen kann, ohne dass diese sich dazu verbal äußern müssen. Die soziometrische Aufstellung eignet sich als WarmingUp oder Themeneinstieg, um die – sich eventuell auch noch fremden – Teilnehmer zu aktivieren und zu einem ersten Statement zu begleiten.

Die Aufstellungen erfolgen in einer Reihe als Skala, verteilt im Raum oder in den Ecken des Raumes. Zwischen den einzelnen Aufstellungen sollte immer ein neutrales Zusammenkommen in der Mitte des Raumes stattfinden, sodass die Gruppenmitglieder in Bewegungen bleiben und sich nicht auf ihrer Position verharren können.Wahlweise können die Teilnehmer_innen auch verpflichtet werden, etwas zu ihrer Position zu sagen. So können erste Hemmungen beim Erstkontakt abgebaut werden und Gemeinsamkeiten in der Gruppe entdeckt werden.Mögliche Fragestellungen auf einer Skala:

  • „Wie gehts es dir heute?“ (Skalierung von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“)
  • „Wie würdest Du die gezeigte Präsentation benoten?“ (Skalierung von „sehr gut (1)“ bis „ungenügend (6)“)
  • „Wie viele Geschwister hast Du?“ (Skalierung von „0“ bis „8“)

Mögliche Fragestellungen für eine Aufstellung im Raum:

  • „Wo kommt ihr her?“ (Aufteilung des Raumes in die vier Bereiche „Norden“, „Osten“, „Süden“, „Westen“/ Deutschlandkarte)
  • „Wie würdet ihr den Erziehungsstil eurer Eltern bezeichnen?“ (Aufteilung des Raumes in die vier Bereiche „autoritativ“, „autoritär“, „vernachlässigend“, „permissiv“)

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