Creative Mapping

„Creative Mapping“ ist als Kunstkonzept zu verstehen, in dem verschiedene künstlerische Methoden Anwendung finden, um eine Karte eines bestimmten Raumes anzufertigen. Raum wird in diesem Kontext beispielsweise als Stadtteil, Gebäude, Zimmer oder Ähnliches verstanden.

Anders als beim klassischen Kartografieren werden nicht harte Daten wie Entfernungen, Längen oder Höhen sondern persönliche Eindrücke dokumentiert. Der_die Künstler_in stellt die eigenen Eindrücke vom Raum künstlerisch dar, um diese für sich selbst festzuhalten oder diese für Betrachter_innen zugänglich zu machen. Die dokumentierten Eindrücke müssen nicht in einem Zusammenhang stehen. Auch können sich Beiträge der Künstler_innen widersprechen, da die subjektive Wahrnehmung und individuelle Perspektive grundlegend sind für das „Creative Mapping“.

Die Präsentation der so entstandenen „Creative Map“ ist lediglich an die Bedingung geknüpft, dem_der Betrachter_in Anhaltspunkte zur Orientierung zu geben, in welchem Raum das „Creative Mapping“ stattfand. Hierfür kann beispielsweise eine Karte des Raumes, Gebäudes oder Stadtteils ausgestellt werden – je nachdem, wo das „Creative Mapping“ stattgefunden hat. Die entstandenen Werke können beispielsweise mithilfe von Schnüre mit der Karte verknüpft werden, sodass in der Karte ersichtlich ist, zu welchem Ort das dargestellte Werk gehört.

Die Ziele des „Creative Mapping“ fokussieren neben der Aktivierung der künstlerisch-schöpferischen Fähigkeiten, Differenzerfahrungen hinsichtlich der Wahrnehmung des Raumes zu ermöglichen und diese (neu)artig zu reflektieren. Zudem sollen Betrachter_innen der im „Creative Mapping“ entstandenen Werke angeregt werden, den Raum selbst zu erkunden und die Darstellung der Künstler_innen nachzuvollziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.